VW Käfer Drucken E-Mail


Der VW Käfer ist ein von der Volkswagen AG produziertes Automodell welches mit über 21,5 Millionen Exemplaren und 65 Jahren Produktionszeit zu einer Automobillegende geworden ist. Er wurde auf Wunsch von Adolf Hitler entwickelt, der nach einem für jeden erschwinglichen Auto mit hoher Qualität und Leistung verlangte. Auch außerhalb Deutschlands erlangte der Käfer in großen Teilen der Welt wie der USA, England, Brasilien und Mexiko große Popularität. Ständig wurde das Fahrzeug verbessert und weiterentwickelt. Anfang der 1970er-Jahre ließ der Absatz nach, da der Käfer zunehmend Konkurrenz durch wesentlich modernere Kleinwagen wie den Golf erhalten hatte. Mit seiner Einführung stellte VW die Weiterentwicklung des Käfers ein.



Modellgeschichte

  • 1938 Präsentierung des Kdf-Wagens (Kraft durch Freude) der von der Dr. Ing. h.c. Porsche GmbH entwickelt wurde
  • 1945 Beginn der Serienproduktion des „Volkswagen“
  • 1946 Auslieferung des ersten Käfers ("Brezelkäfer") für 5000 RM mit 25 PS aus einem 1131ccm-Boxermotor
  • 1949 Cabrio-Versionen und „Export-Modell“ mit verbesserter Innenausstattung, Chromstoßstangen und Chromzierleisten
  • 1952 neues Synchrongetriebe, verändertes Armaturenbrett, komfortablere Federung und Drehfenster in den Türen
  • 1953 Brezelfenster durch ein ungeteiltes ovales Rückfenster ersetzt ("Ovali")
  • 1954 Erweiterung des Motors auf 1192ccm mit 30PS, 110km/h
  • 1957 rechteckiges, größeres Heckfenster
  • 1957 neue Armaturentafel, mehr Kunststoffe für die Innenverkleidungen und um fast 100% größeres und eckiges Heckfensters ("Rechteckkäfer")
  • 1959 Käfer zum meistimportierten Wagen der USA. Feststehende Türgriffe mit Drucktasten statt Klappgriffe
  • 1960 Export-Version gestärkt auf 34PS, Winker durch Blinker ersetzt, Kofferraum um 65 Prozent gewachsen
  • 1964 rundum größere Fenster
  • 1965 VW 1300 mit 1,3-l-Motor und 29,5 kW ersetzt „Export“-Modell
  • 1966 „Superkäfer“ mit 1500-ccm-Motor und 44PS, 130km/h
  • 1967 aufrecht stehende Scheinwerfern und kastenförmigen Stoßstangen. Vordere Haube muss zum Tanken nicht mehr geöffnet werden
  • 1968 Warnblinkanlage serienmäßig
  • 1970 Käfer-Version mit 1600ccm und 50PS (mittlerweile 4 verschiedene Käferversionen auf Markt)
  • 1972 15mio Käfer -> Weltrekord, der Käfer war seit diesem Tag das am häufigsten gebaute Auto der Welt.
  • 1974 Die Entwicklung des Käfer wird eingestellt
  • 1978 Letze Käferlimousine aus deutscher Produktion läuft vom Band.
  • 1981 20 Millionste Käfer hat in Mexiko Werk verlassen
  • 1985 Einstellung des Käfervertriebs in Deutschland
  • 2000 Golf löst den Käfer als meistproduziertes Auto der Welt ab
  • 2003 Produktion des Käfers nach 21.529.464 Modellen endgültig eingestellt.




Technik

Das Konzept des Wagens wurde während der gesamten Bauzeit nicht verändert. So hatten alle Käfer ihren Vierzylinder-Boxermotor im Wagenheck, Hinterradantrieb und eine Aufteilung in Bodenplatte und Karosserie. Im Laufe der Zeit wurde die Technik durchgehend verbessert und erweitert. So wurden z.B. die Seilzugbremsen durch hydraulische Bremsen, die gesundheitsschädigende Heizung durch eine Frischluftheizung und das aus zwei halbovalen Scheiben bestehende Heckfenster durch ein gewölbtes Einscheibenfensters ersetzt. Den technischen Höhepunkt erreichte VW 1972 mit dem 1303 LS, was Dank vieler Verbesserungen gegenüber den vorherigen Modellen bessere Platzverhältnisse, Verarbeitetung und Komfort bieten konnte. Doch trotz aller Modellpflege erreichte der Käfer Mitte der 70er Jahre wegen seines veralteten Konzeptes nicht mehr das Niveau der moderneren Konkurrenz und wurde nach der Einführung des Golf 1 nicht mehr weiterentwickelt bis er schließlich 1985 aus dem deutschen Neuwagensortiment genommen wurde.

 

 

Modelle

 

Standard- und Export-Modell (1946 - 1960)

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Ab 1946 gab es den Käfer nur ein einer Standardausführung, die heute wegen der senkrecht geteilten Heckscheibe unter dem Namen „Brezelkäfer“ bekannt ist. 1949 erweiterte das Export-Modell mit verbesserter Innenausstattung und Chromverzierungen die Produktpalette. 1953 wurde das Brezelfenster durch ein ovales Heckfenster ersetzt wodurch der Name „Ovali“ entstand.

 


VW 1200 / 1300 / 1500 (1961 - 1974)

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Der Standard-Käfer wurde 1964 in Modell 1200 A umbenannt und als „Sparkäfer“ mit einem 22 kW-Motor bis Juli 1965 gebaut. Anschließend wurde der Motor auf 25 kW erstarkt und das Export-Modell durch den VW 1300 mit 1,3 l-Motor und 29,5 kW ersetzt. 1966 wurde die Produktpalette durch den VW 1500 mit 32 kW starken Motor erweitert.

 

 

VW 1302 (1979 - 1972)

Mit dem VW 1302 wurde 1970 ein stark überarbeitetes Modell mit größerem Kofferraum und besserem Fahrwerk vorgestellt. Der VW 1302 war als neben Grundmodell und L-Version mit 1300-ccm großen 32 kW-Motor auch als S- und LS-Version mit 1600-ccm-Motor und 37 kW erhältlich.

 

 

VW 1303 (1972 - 1975)

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Der Nachfolger des 1302 kam 1972. Optisch erkennbar ist die neuere Version durch eine stärker gewölbte Frontscheibe und neuen Heckleuchten. Ab Sommer 1975 gab es den VW 1303 nur noch als Karmann-Cabriolet da der Golf den 1303 ablöste.

 

 

VW 1200 (1974 - 1985)

Der 1200er Käfer mit alter Technik und magerer Ausstattung wurde parallel zum moderneren Golf angeboten.

 

VW 1600(i) (1985 - 2003)

Ab 1985 fand der Käfer nurch durch Importe den Weg auf deutsche Strassen. Seit Oktober 1992 besaßen alle Käfer einen einheitlichen Motor mit 37 kW aus 1584 ccm. 2003 wurde die Käferproduktion endgültig eingestellt.

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Sondermodelle

 

 

Weltmeister (1972)

Zur Feier über den Produktionsweltrekord wurden 5000 Exemplare des Modells Weltmeister auf Basis des 1302 mit 44 PS hergestellt. Jedes Exemplar wurde mit einem Zertifikat, Schlüsselanhänger und einer Goldmedaille mit der Aufschrift „Der Weltmeister 1972, Wolfsburg, Germany“ ausgeliefert.

 

Gelb-Schwarzer Renner (1973)

Für den Gelb-Schwarzen Renner wurde das Modell 1303 S mit 37 kW als Grundlage verwendet. Die 3500 GSR sind saturngelb lackiert mit schwarzen Koffer- und Motorhauben sowie Luftschlitzen im vorderen Abschlussblech. Der Renner besitzt ein lederbezogenes Sportlenkrad, Sportsitze, 15"-Felgen und Rückfahrleuchten.

 

City (1974)

Stammt auf Basis des Modell 1303 mit 32 kW. Das Auto hat zweifarbige Sitzbezüge in schwarz und der jeweiligen Außenfarbe. Zur Ausstattung gehören eine Heckscheibenheizung, Rückfahrleuchten sowie 15"-Felgen.

 

Jeans 1974 (1974)

Das erste Sondermodell Jeans ist ein Modell 1200 mit 25 kW. Den Namen hat das Sondermodell auf Grund der mit Jeansstoff überzogenen Sitze. Jeder Käfer dieser Serie besitzt 15"-Sportfelgen, eine 12 Volt-Anlage, eine beheizbare Heckscheibe, eine Benzinuhr und eine Nebelschlussleuchte.

 

BIG (1974)

Das Sondemodell BIG wurde auf Basis des Modell 1303 S mit 37 kW produziert. Zusätzlich zur Grundausstattung ist der BIG-Käfer mit Sitzbezügen mit großstreifigem Cord, einem Schlingenflor-Teppich, Holzfolie am Armaturenbrett und 15"-Felgen ausgestattet.


Silver Bug (1981)

Grundlage für den Silver Bug war ein 1200 mit 25 kW. Anlass war die Produktion von 20 Millionen Käfern. Zur Feier wurden 3700 Exemplare in der Farbe Metallicdiamantsilber, einer 20-Millionen-Plakette auf dem Schaltknauf und der Motorhaube, einer heizbaren Heckscheibe, einem Radio und einer schwarz-weiß karierten Innenausstattung hergestellt.



Aubergine (1983)

3300 Käfer wurden auf Basis des 1200 mit 25 kW in der Außen- sowie Innenfarbe Aubergine gefertigt. Die Serienausstattung wurde durch ein Radio und Felgen mit Chromzierringen erweitert.

 

 

Eisblauer (1983)

Mit der Basis des 1200 mit 25 kW wurden 8300 eisblaumetallic farbige Käfer einer Innenausstattung aus blaugrauem Tweed, sowie einem Radio und Felgen mit Chromzierringen konstruiert.

 

Jubiläumskäfer (1985)

Der Jubiläumskäfer ist ein Modell 1200 mit 25 kW. Er ist der letzte offizielle nach Europa importierte Käfer. Ihn gibt es in den beiden Farbausführungen Zinngrau und Zinkgrau. Äußerlich erkennt man ihn durch Embleme mit der Aufschrift „50 Jahre Käfer“ an den vorderen Seitenteilen und Motorhaube sowie zwei Zierstreifen, die die Karosserie umlaufen. Seine graue Innenausstattung wurde durch ein Golf 2-Lenkrad und eine grüne Wärmeschutzverglasung erweitert. Die Auflage lag bei 2400 Stück.


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Última Edición (2003)

Von der letzten Käfer-Serie wurden 3000 Exemplare auf der 1600i-Basis gebaut. Der Última Edición schloss die Käfer-Produktion endgültig ab. Die Wagen waren meist in Pastelltönen lackiert, besaßen farblich passende Felgen mit Weißwandreifen, Chromzierleisten und ein Wolfsburg-Emblem auf Kofferraumhaube und Lenkrad.

 

Zusätzlich zu diesen Sondermodellen wurde eine Reihe anderer Modelle wie Weltmeister 1974, Triple White, Champagner Edition, Triple Black, World Cup '74, Alpinweiß-Käfer, Jeans 1982, Special Bug, Sunny Bug, Firebeetle 1994, Jeans 1995, Harlekin gefertigt.

 

 

Mängelliste

  • geringes Platzangebot
  • hoher Kraftstoffverbrauch
  • schlechte, zum Teil gesundheitsschädigende Heizung
  • hoher Lautstärkepegel
  • Motorschaden bei längeren Fahrten auf Grund von zu hoher Wärme im Motorraum. (über 25 kW-Motoren bis 1971)
  • Rost an typischen Stellen

 

 

Alternative Fahrzeuge

Ford Escort Mk1

Opel Kadett A

Toyota Corolla E10

VW Golf I

 

 



Vorgänger

-



Nachfolger

VW Golf I


 

 

Quelle:

VW Käfer und New Beetle seit 1938, Walter Zeichner, 1999, ISBN 3-613-87189-0

http://de.wikipedia.org/wiki/VW_K%C3%A4fer


Mehr Infos finden Sie bei:

Kaeferblog.com - Ständig aktualisiertes Blog über den Käfer und andere luftgekühlte Volkswagen

 
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