Porsche 911 964 Drucken E-Mail

 

Um den gestiegenen Anforderungen an Komfort und Sportlichkeit gerecht zu werden löste der Porsche 911 964 den Porsche 911 G nach einer Produktionszeit von über 15 Jahren im Jahre 1988 ab. Dazu wurde das G-Modell durch Neuerungen wie Servolenkung, ABS, Klimaanlage und einer Leichtbaukarosserie die insgesamt 80% des Fahrzeugs ausmachten generalüberholt. Der 964 wurde neben dem Heckantrieb als Carrera 2 und Turbo, auch erstmals mit Allradantrieb als Carrera 4 angeboten. Der überarbeitete Motor wuchs von 3,2 auf 3,6 Liter und bekam eine Doppelzündung mit Klopfregelung und geregeltem Dreiwege-Katalysator.



Modellgeschichte

  • 1988 Produktionsbeginn des Porsche Carrera 4 mit variablem Allradantrieb
  • 1989 Markteinführung von Carrera 2 und 4 als Coupé, Targa und Cabriolet, Dreipunkt-Sicherheitsgurte hinten serienmäßig
  • 1990 Produktionsbeginn für 911 Carrera RS und 911 Turbo
  • 1991 Porsche-Modelle serienmäßig mit Fahrer und Beifahrer-Airbag, einheitliche aerodynamische Außenspiegel, CD-Wechsler optional, Marktstart für Carrera 2 Cabriolet Turbo-Look und 911 RS America mit festem Heckspoiler
  • 1992 92 Liter Kraftstofftank bestellbar für Carrera, neues Radio: Symphony RDS,911 Turbo S und Speedster kommen in den Handel
  • 1993 911 Turbo 3.6 ersetzt 911 Turbo 3.3, Produktion der Carrera 964-Modelle zum Modellwechsel ausgelaufen

 

 

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Porsche 911 Carrera 4 964 (1988 - 1993)

Vorgestellt zum 25. Jubiläum des Porsche 911 stellte der 911 Carrera 4 den ersten allradangetriebenen Serien-Porsche seit dem 959 dar. Von diesem wurde das variable Antriebssystem nach insgesamt achtjähriger Entwicklungszeit in optimierter Form übernommen. Gegenüber Fahrzeugen mit Zweiradantrieb bietet diese Antriebsversion mit einer Kraftverteilung von 31:69 (vorn/hinten) deutlich bessere Traktions- und Fahrstabilitätswerte. Um Luftwiderstand und Auftrieb des Vorgängers zu unterbieten wurde die Karosserie den gestiegenen aerodynamischen Anforderungen angepasst. So wurde z.B. ein flacher, ebener Wagenboden und ein automatischer, bei 80 km/h aus- und bei 10 km/h einfahrbarer Heckspoiler verwendet. Der leistungsstarke Doppelzündungsmotor mit 3,6 Litern Hubraum war eine weiterentwickelte Neuauflage des Vorgängers, die mit 184 kW / 250 PS mehr Leistung bei reduziertem Geräuschpegel und verringerten Abgaswerten aufbringen konnte. Im Innenraum wurde in die Mittelkonsole anwendungsfreundlicher gestaltet und mit einer Klimaanlage bestückt. Der Lichtschalter wurde durch einen Drehschalter ersetzt und die Tankgröße schrumpfte um 8 auf 76 Liter, wodurch etwas mehr Platz im Kofferraum entstand.



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Porsche 911 Carrera 2 964 (1989 - 1993)

Der neue Carrera 2 entspricht mit Ausnahme des Porsche-typischen Heckantrieb-Konzepts weitgehend dem Carrera 4. Im Carrera 2 kam ebenfalls der 3,6-Liter-Sechs¬zylinder-Boxermotor mit 250 PS / 184 kW zum Einsatz. Bedingt durch das um 80 kg geringere Leergewicht gegenüber dem Carrera 4 wurde der Traktionsbonus so weit ausgeglichen, dass beide Carrera nahezu identische Fahrleistungen aufweisen konnten.
Als Alternative zur Fünfgang-Automatik wurde der Carrera mit Tiptronic angeboten, die ein Kompromiss zwischen Automatik und Schaltgetriebe darstellt.

 

 

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Porsche 911 Turbo II 964 (1990 - 1993)

Für das Spitzenmodell der Porsche 911er Modelle wurde die Carrera-Karosserie weitgehend beibehalten, da sie von vornherein sehr hohen Ansprüchen entsprechend konstruiert wurde. Auf die typischen Merkmale wurde allerdings nicht verzichtet: so gaben die breiteren Kotflügel und 17-Zoll-Reifen, der feststehende große Heckspoiler und die zwei ovalen Auspuffrohre dem Turbo sein unverwechselbares Gesicht. Neben den sehr guten aerodynamischen Werten für Auftrieb und Luftwiderstand besaß dieser Sportwagen eine hohe Sicherheitsausstattung, zu der Fahrer- und Beifahrerairbags, eine hochfeste Sicherheitszelle und ein integriertes Stoßfänger-System gehören. Der 1974 vorgestellte und seither weiterentwickelte 911 Sechszylinder-Boxermotor mit Turbolader und Ladeluftkühlung gewährleistete neben einer hohen Leistung ein schon im mittleren Drehzahlbereich verfügbares hohes Drehmoment. Das Angebot aus Sportlichkeit und Komfort wurde durch eine umfangreiche Serienausstattung bestehend aus Klimaanlage, Bordcomputer, elektrische Sitze, Lederausstattung, Radio Symphony, Alarmsystem, Heckwischer und Metallic-Lackierung komplettiert. 1993 wurde der 911 Turbo 3.3 durch einen leistungsgestärkten 3.6 ersetzt. Dieser basiert auf dem 3,6-Liter-Boxermotor des Porsche Carrera. Der neue Motor verspricht mehr Leistung und ein höheres Drehmoment bei 10% weniger Kraftstoffverbrauch. Optische erkennbar ist der Turbo 3.6 an 18-Zoll-Rädern und einer Tieferlegung um 20 Millimeter.



Sondermodelle

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Porsche 911 Carrera RS (1990)

Im Oktober 1990 folgt Porsche dem Wunsch zahlreicher Sportfahrer nach einem renntauglichen Seriensportwagen und präsentiert den Porsche 911 Carrera RS auf der Auto-Show in Birmingham. Die Auflage des 260 PS / 191 kW starkem Rennwagen mit Straßenzlassung wurde zunächst auf 1000 Stück limitiert. Die Auslegung als Rennwagen zeigt sich in der gegenüber der Serie um 40 mm tiefergelegten Karosserie, den 17 Zoll großen Magnesium-Rädern, der Sportlenkung ohne Servounterstützung und der Hochleistungsbremsanlage. Die Komfortausstattung wurde so weit wie möglich minimiert, Rücksitze sind nicht vorhanden, die Sportledersitze wurden durch eng geschnittene, leichte Schalensitze und das Sportlenkrad durch ein kleines Vierspeichen-Lenkrad ersetzt. Auf Wunsch verfügbare Sicherheitsausstattung vom Werk sind ein Überrollkäfig, Sechspunkt-Gurte, Feuerlöscher und Batterie-Notschalter.

 

 

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Porsche Speedster (1992)

Im Oktober 1992 erfuhr der Speedster bei Porsche mit einer Auflage von 900 Modellen seinen dritten Produktionszyklus. Als Basis diente dafür die Karosserie des Carrera 2 964 Cabriolet mit 17-Zoll-Felgen und einem Speedster-typischen Verdeck, das nach Tradition von Hand bedient werden muss. Unter der Karosserie des Zweisitzers verbirgen sich elektrische Fensterheber, eine Alarmanlage, Schalensitze aus dem Carrera RS, eine Servolenkung und optional auch eine Klimaanlage.



Porsche 911 Turbo S (1992)

Das Sondermodell Porsche 911 Turbo S wurde auf Grundlage des 911 Turbo 3.3. Bei dem 20 % stärkerem Sondermodell wurde zu Sportlichkeitsszwecken auf Komfortausstattung wie elektrische Fensterheber und Sitze, Klimaanlage und Zentralverriegelung verzichtet.
Eine Gewichtseinsparung von 180 kg gegenüber dem Serienmodell ist unter Anderem durch Karbon-Kunststoff-Karosserieteilen, dünnglasigen Heck- und Seitenscheiben, leichten Sitzschalen sowie Reduzierung der Dämmmung ermöglicht worden. Des Weiteren wurde das Fahrzeug um 40 Millimeter tiefergelegt und mit dreiteiligen 18-Zoll-Felgen versehen. Die Serie des Turbo S endete nach nur 180 Exemplaren.



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Porsche Jubiläumsmodell (1993)

1993 wurde anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von Porsche ein Sondermodell des 911 964 gefertigt. Die Grundlage dafür bietete eine breite an den Turbo angelegte Karosserie mit allradangetriebenem 3,6l Carrera 4-Motor mit 184 kW / 250 PS. Der automatische Heckspoiler des Carrera wurde jedoch nicht durch den festen Spoiler des Turbo ersetzt. Das Sondermodell bestizt auf der Hutablage zwei Plaketten, die Limitierungsnummer des jeweiligen Fahrzeugs Preis geben. Die Fertigung des Jubiläumsmodells mit Volllederaustattung wurde nach nur 911 Fahrzeugen eingestellt.

 

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Mängelliste

  • Ölverlust am Motor
  • kurze Lebensdauer von Bremsscheiben
  • Auspuffanlage defekt
  • Ausfall von Zweimassenschwungrad
  • Defekte in der Elektronik
  • rasselnde Steuerketten

 

Alternative Fahrzeuge

 


Vorgänger

Porsche 911 G



Nachfolger

Porsche 911 993


Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Porsche_964

J. Barth, G. Büsing: Das neue große Buch der Porsche Typen - Band 1; 2005; ISBN 3-613-02438-1

 
by autoaid.de